Baiba Skride | Klassik in der Klasse

 

„Haben Sie noch Lampenfieber?“ „Wie finden Sie Techno?“ „Gibt es Stücke an denen Sie scheitern?“ Ja, Baiba Skride hatte einige Fragen zu beantworten. Wissbegierig und tief beeindruckt zeigten sich die die Schüler des 11. Jahrgangs des Steinbart-Gymnasiums. Pünktlich zur 5. Stunde stand die Solistin im Musiksaal. Klassik hautnah statt Mathe oder Deutsch. Aber vor allem: Baiba Skride – offen und persönlich.

Und so ging sie auch ganz selbstverständlich auf jede Frage ein. Ja, Lampenfieber habe sie noch immer. Privat höre sie am liebsten lateinamerikanische Musik und Techno passe wunderbar zu einer Feier. Allerdings räumte sie an der Stelle ein, dass sie wenig von aktueller Musik mitbekomme. Kein Wunder bei knapp 80 Konzerten im Jahr. Und selbst wenn sie mal ein wenig Freizeit habe, dann möchte auch sie einfach nur noch auf der Couch liegen und Fernsehen schauen.
Zwischen den Fragen erzählte Baiba Skride von ihrer musikalisch geprägten Kindheit. Die Schule hat sie gar nicht beendet: „Ich weiß, ich bin eigentlich ein schlimmes Beispiel. Aber dafür habe ich einen Hochschulabschluss!“ So ist das eben bei einem Ausnahmetalent, da geht das eine auch ohne das andere. Natürlich gab es für die Schüler auch Musik. Dabei beeindruckte die Violistin vor allem mit einer Caprice von Paganini und mit ihrer Stradivari von 1725. Ein fast dreihundert Jahre altes Instrument live im Klassenzimmer statt abgebildet im Geschichtsbuch.



Der Besuch im Steinbart-Gymnasium fand im Rahmen des Projektes „Rhapsody in School“ statt. Ziel dabei ist es, Kinder und Jugendliche außerhalb der Konzertsäle in Kontakt mit weltbekannten Musikern zu bringen. Organisiert wurde das Treffen im Steinbart von Klasse.Klassik, die Education-Abteilung der Duisburger Philharmoniker.

 

 

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